10 Regeln für den Gartenteich

Klares Teichwasser bekommen Sie durch ein gutes biologisches Gleichgewicht.

 

1. Weder volle Sonne noch voller Schatten bringen dauerhaft Erfolg. 4 bis 6 Stunden Sonne und leichter Schatten um die Mittagszeit sind ideal.

2. Ausreichend Tiefe bringt weniger Erwärmung und damit weniger Probleme. 40 bis 50 cm Tiefe vom Teichgrund bis zur Oberfläche bei Pflanzenabstand und 80 bis 90 cm in einem Fischteich sind ausreichend.

3. Biotope gedeihen besser an einer ruhigen, wenig gestörten Stelle des Gartens. Teiche in Haus nähe bieten mehr für den Beobachter.

4. Ein Teich soll von mehreren Seiten begehbar sein.

Gartenteich

5. Steil abfallende Böschungen sind für die Pflanzen und Tierwelt weniger günstig als sanft auslaufende, in Stufen terrassierte.

6. Blanke Folie oder Fertigteichränder sehen nicht gut aus. Mit Ballentuch oder einer Böschungstasche lassen sich Ränder auch nachträglich bepflanzen.

7. Am Rand senkrecht nach oben verlaufende Folie unterbindet die Dichtwirkung und damit starken Wasserverlust.

8. Schwimm und Unterwasserpflanzen in ausreichender Zahl entziehen den Algen Nährstoffe und Licht. Chemische Mittel kommen also nur im Notfall in Betracht.

9. Ein Gartenteich kann nie groß genug sein. Nicht mit Pflanzen überladen ⅓ der Wasseroberfläche soll frei bleiben.

10. Ständige Berieselung durch Springbrunnen bekommt vielen Wasserpflanzen und besonders Seerosen nicht. Zu den Pflanzen muss ausreichend Abstand gewahrt werden.

 

Tipp:
Wühlmäuse können eine ernste Gefahr werden, wenn sie sich durch die Folie fressen. Vorbeugend schützt unter die Folie gelegte Kunstoffummantelter Maschendraht. Wählen Sie den Draht nicht zu dünn. Zaundraht ist gut geeignet. Im Schadensfall dichtet ein Pfropfen aus Ton das Loch schnell ab.

 

 

 

 

 

 

 

 

Pflegekalender für den Gartenteich

Unser Pflegekalender für den Gartenteich zeigt Ihnen, wann welche Teichpflege ansteht.

Frühling : März bis Mai
Im Spätwinter locken die ersten warmen Sonnenstrahlen nach draußen. Bei den Pflanzen in und um den Gartenteich regen sich schon um diese Zeit die ersten grünen Triebe.
Sehr bald werden sich auch die Frösche und Molche um Nachwuchs bemühen. Für mich sind die Märzwochen die günstigste Zeit, um eine Generalreinigung vorzunehmen, die jedes Jahr einmal erforderlich ist. Laubreste, abgestorbene Pflanzenteile werden bei dieser Gelegenheit entfernt. Zu üppig gewordene Pflanzen geteilt und möglicherweise verpflanzt. Bis Anfang Mai lässt sich die Bepflanzung noch verändern, neue Pflanzen aus dem Geschäft einfügen, zu dicht stehende mit dem Nachbarn gegen andere Pflanzenarten tauschen.
Falls überhaupt nötig, wird das Wasser dabei nur teilweise entfernt, um dem Algenproblem aus dem Weg zu gehen, das sich mit frischem Wasser anfangs einstellt.

Sommer : Juni bis August
Jetzt ist alles im Wachstum, auch die Algen. Falls Sie zu zahlreich auftreten, werden Fadenalgen mit einem Rechen oder Kerscher herausgefischt. Es gilt jetzt, auf Schädlinge an Seerosen und andere Wasserpflanzen zu achten. Die Fische brauchen regelmäßig Fütterung, es sei denn, der Teich ist so groß , dass sich das Zusatzfutter erübrigt.
Bei starker Verdunstung wird Wasser nachgefüllt. Ein Absinken des Wasserspiegels von 10 -15 mm an einem heißen Tag ist noch normal. Bei sonnenintensiven Monaten sollten sie auf eine ausreichende Sauerstoffzufuhr achten.

Seerose. Rosa - Weiß
Seerosen benötigen tiefes Wasser.

Herbst : September bis November
Die Wassertemperatur erreicht nicht mehr die nötigen 10°C die Fische stellen damit die Nahrungsaufnahme ein und ziehen sich in tiefere Schichten zurück. Füttern ist überflüssig geworden Abgeblühte und vergehende Pflanzenteile werden noch vor dem Winter entfernt, gegen hereinwehendes Laub rechtzeitig Netze aufspannt. Je weniger Pflanzenarten den Winter über umgesetzt werden müssen, desto besser für das biologische Gleichgewicht! Wer will, kann den Teich auch jetzt schon reinigen. Viele Schwimmpflanzen entwickeln Winterformen (Hibernakeln ) , die in die Tiefe absinken und enthalten bleiben müssen. Frostgefährdete Wasserpflanzen und Elektropumpen nicht vergessen!
Viele Ziergräser und Fruchtstände zum Beispiel Froschlöffel wirken bei Rauhreif oder unter Schneelast besonders filigran, sie bleiben bis zum März stehen.

Winter: Dezember bis Februar
Den Winter über ruht zwar das Leben im Gartenteich aber dennoch vollziehen sich durch die Kleinlebewesen Umsetzungsprozesse, die Sauerstoff erfordern. Ein ungehemmter Gasaustausch durch Schilfstengel, Simsen, Pflanzenstiele oder in den Teich gesteckte Strohbüsche ist daher nötig. Empfehlenswert sind auch auf dem Wasser schwimmende Eisfreihalter, die ohne Energie auch im tiefsten Winter ein eisfrei Loch offenhalten. Ansonsten überlässt man besser die Natur sich selbst.
Luftpumpen, Umwälzpumpen und Teichheizungen bleiben weg , weil sie die natürliche Wasserschichtung mit relativ warmen Zonen plus 4 °C in der Tiefe (hierin verziehen sich die Fische ) verändern. Auch das Aufhacken der Eisfläche, um eine isolierende Schicht zu erzeugen, erschreckt höchstens die Fische und kann ihre Schwimmblasen zerstören. Ohnehin sind Fische gegen jeglichen Lärm sehr empfindlich. Er reißt sie aus dem Winterschlaf und veranlasst sie zum Atmen . Sauerstoff ist aber unter der Eisdecke knapp.